Was ist Yin-Yoga? Was bringt Yin-Yoga? Was bringt das lange Halten/Dehnen?

Quelle Bild BURST Pexels.com
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YIN YOGA, Faszien- & Mentaltraining

Für mehr Beweglichkeit, Ent-spannung und Ruhe im Geist

Dies ist eine Praxis, in der die Asanas passiv und meist am Boden sitzend oder liegend gehalten werden. Dadurch lernst Du loszulassen und zu entspannen und gleichzeitig kommst Du sehr bewußt mit deinem Atem in Kontakt und lernst zum Beobachter deiner Gedanken und Emotionen zu werden. Das lange und passive Halten führt zu einem intensiven Dehnen der Muskeln und Gelenken sowie Faszien.

-- Yin Yoga ist ein ruhiger, tendenziell passiver Yogastil, der hauptsächlich im Sitzen oder Liegen praktiziert wird.

 

Im Yin Yoga geht es vor allem darum, in die Asanas hinein zu entspannen und den Atem frei fließen zu lassen, um auf diese Weise zu innerer Ruhe zu kommen und unterschwellige Spannungen in den inneren Organen und Muskelpartien loszulassen. Yin Yoga eignet sich damit besonders als Ausgleich zu eher bewegungsorientierten Yoga-Praktiken, um tiefe Selbstwahrnehmung und Entspannung zu erfahren. Es gibt bestimmte Yin Yoga Übungen, die du prakitzieren kannst.

 

Yin und Yang sind zwei Kräfte innerhalb der Dualität unserer Welt und können also nicht getrennt werden. Sie gehören zusammen und sind miteinander verschlungen. Von daher wird es eine reines Yin Yoga nicht ohne Yang-Aspekte geben können und umgekehrt. Das Symbol des Yin und Yang zeigt dies dem Betrachter mit den Punkten innerhalb der jeweiligen Kraft.  

Quelle Yogawiki von Yogavidya

 

-- Yin Yoga ist eine meditative Annäherung an unser Innenleben mit gleichzeitigem  Fokus auf die eigene Anatomie. In der Yin Yoga Praxis schaut man ganz intensiv in sich hinein, man gibt sich seinen Emotionen hin, wodurch man viel über sich selbst lernen kann. Die Asanas werden zwar in einer für den Körper relativ komfortablen Position gehalten, allerdings kann das lange Halten, in der Regel zwischen drei bis fünfzehn Minuten, durchaus für viele Yogaschüler zu einer körperlichen Herausforderung werden.

 

Man sollte dabei immer gut auf seinen Körper hören und nicht von Anfang an an die eigenen Grenzen gehen. Es ist eher ein sachtes Stück für Stück in die Haltung sinken. Dadurch erhöht sich im Körper die Flexibilität der Muskeln und Faszien und es können zum Teil An- und Verspannungen gelindert und sogar komplett gelöst werden, wodurch der Fluss des Chi harmonisiert wird. Durch das sanfte lange Ausharren in den Haltungen können aufgrund von Bewegungsmangel entstandene Degenerierungen und Fixationen - die geradezu eine Epidemie in unserer sogenannten weiterentwickelten Kultur mit ihren an die Computer "geschweissten" und sitzenden Menschen darstellen - wieder aufgelöst werden. Bei dieser ruhigen und meditativen Yoga Praxis werden so viele Hilfsmittel wie nur möglich eingesetzt, wie zum Beispiel Polster, Decken, Gurte, Klötze und Sandsäcke.

 

Im Yin Yoga sollte es darum gehen den Körper zu erkunden und zu erspüren. Es geht bei diesem Yogastil allein um die reine energetische Arbeit mit dem Körper, ohne Leistung erbringen zu müssen oder Anerkennung von Anderen zu erlangen. Dabei ist es wichtig, eine Achtsamkeit zu entwickeln und das "Hier und Jetzt" mehr zu spüren und sich dadurch seiner Selbst bewusster zu werden, ohne gedanklich

 

in der Vergangenheit oder der Zukunft zu sein. Diese Praxis lehrt uns zum Beispiel gewisse Situationen einfach einmal auszuhalten und nicht wehleidig zu sein. Da die Reize beim langen Halten stärker werden geht bei so manchem Teilnehmer mit der Zeit das "Kopfkino" los und man erfährt plötzlich verschiedene Emotionen wie Wut, Ärger, Trauer, Verzweiflung, aber auch Erinnerungen an schöne Erlebnisse mit schönen Bildern und Erfahrungen aus der Vergangenheit, die uns gelehrt haben Ruhe zu bewahren. Genau dieser Teil des Yin Yoga lehrt uns bestimmte Situationen unseres Lebens besser auszuhalten und mit ihnen besser umzugehen, so dass wir weniger schnell aus dem emotionalen Gleichgewicht gebracht werden. So wie ich mich auf der Yogamatte verhalte, d.h. so wie ich mich selber wahrnehme und mich selbst behandle, so achtsam, wie ich mir selbst gegenüber bin, genau so werde ich mich auch meinen Mitmenschen gegenüber verhalten - jemand hat einmal gesagt "Liebe deinen Nächsten so wie dich selbst". Kannst du dich selbst nicht lieben, dann kannst du deinen Mitmenschen genauso wenig lieben; behandelst du dich selbst schlecht, dann machst du das höchstwahrscheinlich auch mit deinem Mitmenschen so. Aber... um dich selbst gut zu behandeln, musst du dich erst einmal kennen und wissen, was du brauchst und was dir guttut – und genau da kommt Yin Yoga ins Spiel.

 

Ein großer Teil des Yin Yoga besteht auch darin, nicht immer unbedingt selbst aktiv zu sein und etwas verändern zu wollen, sondern die Dinge auch einfach einmal geschehen zu lassen und quasi als passiver Beobachter dabei zu sein. Dadurch erfahren wir eine Entleerung des Gedankenapparats und lernen, die Dinge, die wir nicht ändern können, so sein zu lassen wie sie sind und uns zu entspannen. Das ist der Grund, warum wir nach der Yin-Yoga-Praxis dann gelassen, ausgeglichen, entspannt und so „wundersam” ruhig sind. Neben zahlreichen gesundheitsfördernden Effekten sensibilisiert eine regelmäßige Yin-Yoga Praxis uns für eine bewusste Körperwahrnehmung und bewirkt, die Signale von Überlastung frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Sie stellt das innere Gleichgewicht eines Menschen wieder her.

 

Unser Alltag ist immer noch viel zu stark vom Yang – dem starken Gegenpol des Yin – geprägt, also von Stress, Hektik und Druck, was uns auf Dauer krank machen kann. Yin Yoga steht also nicht in Konkurrenz zu den anderen dynamischen Yogastilen, die sehr Yang-lastig sind. Im Gegenteil! Yin und Yang bilden eine Einheit. Yang ist die männliche Kraft, die unseren Muskeln zugeordnet ist, die – so wie unser Alltag auch – mit viel Bewegung verbunden werden. Yin steht für die weibliche Energie, die uns zur Ruhe kommen lässt und eher mit unseren Knochen und Gelenken in Verbindung gebracht wird. Das eine kann nicht ohne das andere existieren. Während wir im dynamischen Yogastil den Fokus auf die Muskulatur setzen und eher aktiv sind, liegt der Fokus im Yin Yoga mehr auf der Passivität.

 

Yoga und Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gehen von der gleichen Grundannahme aus: Der Mensch hat neben seinem physischen Körper auch einen oder mehrere Energiekörper, die von einem Netz feinstofflicher Energieleitbahnen durchzogen sind, Nadis oder Meridiane genannt. In diesen Kanälen pulsiert die Lebensenergie, von den Indern Prana und von den Chinesen Chi genannt. Nach der taoistischen Philosophie und der TCM fehlt in unseren Energiekörpern oft das universelle Gleichgewicht.  Man könnte auch sagen, dass der hektische Alltag unseres westlichen Lebensstils die Yang - Seite unseres Lebens repräsentiert und unser Leben normalerweise durch den von uns geführte Alltag sehr Yang-lastig ist. Mit einer Yin-Yoga-Praxis stärkt man wieder mehr die Yin-Seite und kann so den Ausgleich dazu schaffen. Der Fokus liegt hierbei auf den tieferen Schichten des Körpers wie Bindegewebe und Faszien. Diese werden im dynamischen Yoga oft gar nicht erreicht. Die Ergebnisse der modernen Faszienforschung zeigen, dass Bindegewebe, wie lange angenommen, nicht einfach Füllmaterial ist, sondern für unser Wohlbefinden eine wichtige Rolle spielt. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass die Meridiane in den Faszien verlaufen und deren Harmonisierung durch die langen passiven Dehnungen, wie sie im Yin Yoga geschehen, eine ausgleichende und heilende Wirkung haben.

 

Wer Yin Yoga das erste Mal ausprobiert, merkt schnell, wie intensiv diese Erfahrung ist – nämlich dann, wenn es einem nicht mehr gelingt, sich mit Muskelkraft gegen das komplette Einsinken in die Haltung zu wehren. Spätestens dann merkt man auch, dass Yin Yoga nicht ganz so „kuschelig” ist, wie es eventuell die als Hilfsmittel eingesetzten Blöcke und Decken glauben machen könnten. Mit der Zeit kommen beim Yogi dann durchaus schon mal Fluchtgedanken auf. Interessant ist auch, dass dem Herauskommen aus den Asanas bei diesem Yogastil sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Ist man erst einmal richtig in eine Haltung „versunken”, dann ist es nämlich oftmals gar nicht so einfach wieder aus ihr herauszukommen.   Quelle Interview mit René Hug bei Yogaeasy

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